ÖtillÖ - die Mutter des Swimrun

Der ÖtillÖ (auf schwedisch: "von Insel zu Insel") ist quasi die Mutter aller Swimruns in der rauen Ostsee. Dieses Abenteuer wird im 2er-Teambewerb seit dem Jahr 2006 jährlich ausgetragen. Der Stockholmer Schärengarten (größte Inselgruppe in Schweden, östlich von Stockholm gelegen) bietet die Kulisse zu diesem waghalsigen Wettbewerb. Die beiden Teampartner (Wertung: männlich, weiblich und mixed) sind durch ein Seil miteinander verbunden und dürfen laut Reglement nie mehr als 10 Meter voneinander getrennt sein. Ansonsten sind die Regeln sehr einfach:

  • Die Ausrüstung (verpflichtend: Signalpfeife, GPS-Sender und Notfallpack) muss selbstständig ohne Hilfe vom Start bis ins Ziel gebracht werden
  • Abstand im Team nie mehr als 10 Meter
  • Erreichen der Checkpoints zu angegebenen Cut-Off-Zeiten
  • Mit Laufschuhen schwimmen und mit Neopren-Anzügen laufen ist erlaubt

Der Swimrun ist ein äußerst taktischer Bewerb, bei welchem die richtige Vorbereitung, spezifisches Training und die Wahl der Ausrüstung eine wesentliche Rolle für eine erfolgreiche Teilnahme darstellen. Das mehrmalige Abwechseln zwischen Laufen und Schwimmen alleine ist schon eine muskuläre Herausforderung, vorallem dann wenn der Körper das nicht gewohnt ist.

Der ÖtillÖ ist auch gleichzeitig die Swimrun-Weltmeisterschaft (The Swimrun world championship). Dabei werden "von Insel zu Insel" 75 Kilometer (65km laufend, 10km schwimmend) durch den Stockholmer Schärengarten bewältigt. Die Idee dazu stammt aus einer Wirtshaus-Wette heraus, welche im Jahr 2002 ihren Ursprung findet. Die verrückten Anderson Brüder haben das Ziel nach etwas mehr als 24 Stunden völlig erschöpft erreicht. Im Jahr darauf versuchten sie es wieder, mit dem selben Ergebnis. Erst weitere drei Jahre später, im Jahr 2006, wurde diese Wirtshaus-Wette durch Michael Lemmel und Mats Skott professionalisiert. Dies war die wirkliche Geburtsstunde der heute so erfolgreichen Swimrun-Bewegung. Heute ist der ÖtillÖ ein international anerkannter Wettkampf, der seinem Ruf als eines der härtesten Eintagesrennen der Welt auf jeden Fall gerecht wird.